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Häufig gestellte Fragen

HeartScore Germany



1/ Was ist HeartScore®?

2/ Was ist das SCORE-Projekt?

3/ Wer kann HeartScore® nutzen?

4/ Ich möchte HeartScore® verwenden, habe aber kein Windows auf meinem Computer installiert 

5/ Für welche Länder gilt HeartScore®?

6/ Welches HeartScore® Modell sollte ich wählen?

7/ Ich habe gehört, dass länderspezifische Versionen von HeartScore® verfügbar sein werden, ist das richtig?

8/ Ich möchte gerne mehr über das in HeartScore verwendete Risikokonzept erfahren.

9/ Ich möchte HeartScore® gerne verwenden, habe jedoch Bedenken, dass die Verwendung des Programms die Art und Weise, wie ich meine Patienten behandle, beeinträchtigen könnte.

10/ Wann wird HeartScore® aktualisiert? 

11/ Ich lebe außerhalb Europas und möchte HeartScore® bei meinen Patienten verwenden. Welches Modell soll ich verwenden?

12/ Welche Arten von Patienten würden von der Verwendung von HeartScore® profitieren?

13/ Ich habe einige Ideen zur Verbesserung von HeartScore®. An wen kann ich mich wenden?

14/ Kann HeartScore® zur Sekundärprävention von kardiovaskulären Erkrankungen verwendet werden?

15/ Ich würde HeartScore® gerne bei Patienten verwenden, die an Diabetes leiden; HeartScore® schließt jedoch Diabetes nicht als unabhängigen Risikofaktor ein. Wie kann ich diese Patienten miteinbeziehen?

16/ Ich würde gerne HeartScore® verwenden, bin aber besorgt darüber, dass das Programm keinen Body-Mass-Index als unabhängigen Risikofaktor enthält.

17/ Ich habe festgestellt, dass sich die Risikoprognosen in HeartScore® von den veröffentlichten SCORE-Risikodiagrammen unterscheiden.

18/ Überlegungen zu den Patienten

19/ Wie erhalte ich eine Papierversion der neuen Europäischen Leitlinien zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen?

20/ Aus welchen Gründen wurden einige europäische Länder neu als Regionen mit geringem Risiko eingestuft?

21/ In den häufig gestellten Fragen werden meine Fragen nicht beantwortet. Was kann ich tun?

1/ Was ist HeartScore®?
HeartScore® ist ein webbasiertes Risikovorhersage- und Managementprogramm, das Ärzte bei der Optimierung der Reduktion des individuellen kardiovaskulären Risikos unterstützen soll. Das webbasierte Programm HeartScore® basiert auf der Internet-Technologie und nutzt die Risikofunktion und Daten aus dem SCORE-Projekt. Das webbasierte Programm HeartScore® schätzt das Risiko für kardiovaskuläre Todesfälle, auf der Basis von Alter, Geschlecht, Rauchgewohnheiten, Blutdruck und Blutcholesterin oder dem Gesamtcholesterin/HDL-Verhältnis ein. Es zeigt das absolute Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen in einem Balkendiagramm und den Beitrag modifizierbarer Risikofaktoren zum Gesamtrisiko in einem Kreisdiagramm. Die erwartete Wirkung der Intervention wird aus den Daten großer randomisierter klinischer Studien zu Hypertonie und Hypercholesterinämie berechnet. Am Ende der Gesundheitsberatung kann der Arzt die Gesundheitsratschläge für den Betroffenen auf der Grundlage des tatsächlichen Risikoprofils ausdrucken. Derzeit sind europäische Versionen (die nach hohem und niedrigen Risiko unterscheiden) und länderspezifische Versionen verfügbar. Das Programm ist dabei jeweils an die örtlichen Gegebenheiten (länderspezifisch angepasste Diagramme und Übersetzungen der nationalen Herzgesellschaften) angepasst. Die europäischen HeartScore®-Versionen sind derzeit auf Englisch verfügbar und umfassen zwei Modelle:

„Europäische Länder mit niedrigem Risiko“ für Andorra, Österreich, Belgien, Zypern*, Dänemark, Finnland, Frankreich*, Deutschland*, Griechenland*, Island, Irland, Israel, Italien, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Portugal, San Marino, Slowenien, Spanien*, Schweden*, Schweiz und Vereinigtes Königreich.

„Europäische Länder mit hohem Risiko“ für Bosnien und Herzegowina*, Kroatien*, Tschechische Republik*, Estland*, Ungarn, Litauen, Montenegro, Marokko, Polen*, Rumänien*, Serbien, Slowakei*, Tunesien und Türkei*; und mit sehr hohem Risiko (HeartScore® kann bei diesen das Risiko unterschätzen): Albanien, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Bulgarien, Ägypten, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Lettland, Nordmazedonien, Republik Moldau, Russische Föderation *, Syrische Arabische Republik, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine und Usbekistan.

Hinweis: *Es sind länderspezifische HeartScore®-Versionen erhältlich


Das verwendete Berechnungsmodell basiert auf dem SCORE-Projekt (Conroy R.M., Pyörälä K., et al.: „Estimation of Tenyear risk of fatal cardiovascular disease in Europe: the SCORE project“. European Heart Journal (2003) 24:987-1003), das mehr als 200.000 Personen umfasst. Die länderspezifischen Modelle basieren auf einer Abstimmung dieser Funktion auf die jeweiligen länderspezifischen Mortalitätsstatistiken. Hinweis: Aktualisierte, neu kalibrierte Diagramme stehen nun für Belgien, Deutschland, Griechenland, die Niederlande, Spanien, Schweden und Polen zur Verfügung.

2/ Was ist das SCORE-Projekt?
Die European Society of Cardiology initiierte die Entwicklung eines neuen Risikobewertungssystems (SCORE) auf der Grundlage von Daten aus 12 europäischen Kohortenstudien (N=205.178), die eine breite geografische Streuung von Ländern mit unterschiedlichen kardiovaskulären Risiken abdecken. Die SCORE-Daten enthalten Beobachtungen, die mehr als drei Millionen Personenjahren entsprechen, und 7.934 tödliche kardiovaskuläre Ereignisse umfassen.

3/ Wer kann HeartScore® nutzen?
HeartScore® wurde für den Einsatz in der klinischen Praxis entwickelt und kann von Ärzten, Gesundheits- und Krankenpfleger/innen und anderen medizinischen Fachkräften verwendet werden, die an der Primärprävention von kardiovaskulären Erkrankungen beteiligt sind. HeartScore® kann auch zu Forschungszwecken verwendet werden. HeartScore® ist nicht für die Nutzung durch Personen ohne medizinisches Wissen bestimmt. Die von HeartScore® gegebenen Informationen zum absoluten und relativen kardiovaskulären Risiko müssen dem Betroffenen immer durch medizinisches Fachpersonal mitgeteilt werden. Die Informationen zum jeweiligen Risiko sollten sorgfältig an die individuellen Gegebenheiten der einzelnen Patienten angepasst werden. Das webbasierte Programm HeartScore® beabsichtigt nicht, eine große Gruppe von Betroffenen unnötig über ihr jeweiliges Risiko aufzuklären, wenn diese nicht dazu bereit sind, die jeweils vorgeschlagenen Lebensstilveränderungen auch tatsächlich anzunehmen. Der zugrundeliegende Gedanke ist, dass Arzt und Patient gemeinsam die Risikoreduktion bestimmen, die die besten Ergebnisse liefert. Das Vorgehen wird dabei auf den jeweiligen Patienten und seine Bereitschaft, seine Lebensweise zu ändern, abgestimmt. Das webbasierte Programm HeartScore® kann auch in Fällen eingesetzt werden, in denen Zweifel bestehen, ob bei einem bestimmten Patienten ein hohes Risiko für eine kardiovaskuläre Erkrankung besteht, oder wenn der Patient selbst mehr über sein Risikoprofil erfahren möchte und eine Beratung benötigt, was er selbst dagegen tun kann.

4/ Ich möchte HeartScore® verwenden, habe aber kein Windows auf meinem Computer installiert
Für das webbasierte Programm HeartScore® ist das Betriebssystem Windows nicht erforderlich. Trotz des ständigen Bemühens, den Besuchern unserer Website das bestmögliche Nutzungserlebnis zu gewährleisten, könnte es jedoch sein, dass unsere Websites in Ihrem Browser nicht so angezeigt werden, wie wir es uns wünschen. Dieses Problem kann insbesondere dann auftreten, wenn Sie eine ältere Version von Internet Explorer verwenden.
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Sie haben dabei stets auch die Möglichkeit, die SCORE-Risikodiagramme als Papierausdruck zu verwenden. Die SCORE-Risikodiagramme sind Teil der 4. Europäischen Leitlinie zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen. Die Kurzzusammenfassung der Leitlinien wurde sowohl im European Heart Journal als auch im European Journal of Cardiovascular Prevention and Rehabilitation veröffentlicht.

5/ Für welche Länder gilt HeartScore®?
Das webbasierte Programm HeartScore® ist für die Verwendung durch europäische Ärzte in den Ländern bestimmt, in denen das ESC durch eine nationale Gesellschaft für Kardiologie vertreten ist.

6/ Welches HeartScore® Modell sollte ich wählen?
Bei der europäischen Version von HeartScore® müssen Sie zunächst zwischen den Diagrammen für Länder mit niedrigem und hohem Risiko wählen. Da Sie bei den länderspezifischen Versionen zuerst das Land wählen müssen, in dem Sie tätig sind, ist eine Auswahl des Modells nur erforderlich, wenn viele Modelle für dieses Land verfügbar sind.

7/ Ich habe gehört, dass länderspezifische Versionen von HeartScore® verfügbar sein werden, ist das richtig?
Das webbasierte Programm HeartScore® ist derzeit auf Englisch für die europäische Version verfügbar und auch mehrere länderspezifische Versionen werden gerade eingeführt. Bitte kontaktieren Sie Ihre nationale Herzgesellschaft, um mehr über die Entwicklung von HeartScore® in Ihrem Land zu erfahren.

8/ Ich möchte gerne mehr über das in HeartScore verwendete Risikokonzept erfahren.
Das absolute Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen ist die Wahrscheinlichkeit eines klinischen Ereignisses (hier: Tod durch kardiovaskuläre Erkrankung), das eine Person innerhalb eines bestimmten Zeitraums erlebt. Die Prognose in Jahren ist auf 10 Jahre festgelegt. Das Diagramm für das absolute Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen besteht aus drei Balken: Der linke Balken zeigt das Risiko des Patienten zum Untersuchungsdatum. Er zeigt das absolute Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses innerhalb der nächsten zehn Jahre (1). Der mittlere Balken zeigt das relative Risiko. Dieses Diagramm kann verwendet werden, um jüngeren Menschen mit geringem Gesamtrisiko zu zeigen, dass ihr Risiko im Vergleich zu anderen in ihrer Altersgruppe um ein Vielfaches höher sein kann als nötig. Dies kann dazu beitragen, Entscheidungen über Rauchverzicht, gesunde Ernährung und Bewegung zu fördern. Außerdem können Patienten ermittelt werden, die möglicherweise eine medikamentöse Behandlung benötigen. Der rechte Balken zeigt das Risiko, wenn der Patient die Behandlungsziele erreicht. Es wird darauf hingewiesen, dass es beim webbasierten Programm HeartScore® um die Vorhersage eines Ereignisses geht. Es handelt sich hier um eine erhebliche Verbesserung, da nicht mehr eine Bevölkerungsumfrage (Gruppen) im Vordergrund steht, sondern die Vorhersage konkret die Betroffenen selbst in den Blick nimmt. Es ist daher wichtig, dem Patienten deutlich zu machen, dass das Programm die Wahrscheinlichkeit angibt, dass etwas passiert.

9/ Ich möchte HeartScore® gerne verwenden, habe jedoch Bedenken, dass die Verwendung des Programms die Art und Weise, wie ich meine Patienten behandle, beeinträchtigen könnte.

Das webbasierte Programm HeartScore® wurde nicht entwickelt, um das klinische Urteilsvermögen des Arztes zu ersetzen, sondern um es zu unterstützen und zu ergänzen. Das webbasierte Programm HeartScore® hat keinen Einfluss darauf, wie Sie Ihre Patienten behandeln sollten oder bei welchem Risiko Sie die Behandlung beginnen. Dies ist natürlich nach wie vor Ihre Entscheidung als Arzt. Gemäß den europäischen Leitlinien zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen sollte die Behandlung eingeleitet werden, wenn das Risiko, innerhalb von 10 Jahren an einer kardiovaskulären Erkrankung zu sterben, 5 % übersteigt. Bei jüngeren Personen sollte das Diagramm zum relativen Risiko verwendet werden. Durch einfaches Überschreiben im Feld für das Alter kann das Alter des Patienten verändert werden. Wenn das 10-Jahres-Risiko 5 % übersteigt, sollte die Behandlung eingeleitet werden.

10/ Wann wird HeartScore® aktualisiert?
HeartScore® wurde allen 50 Mitgliedsgesellschaften der ESC zur Befürwortung in den einzelnen Ländern eingereicht. Die länderspezifischen Versionen werden in enger Zusammenarbeit mit den nationalen Gesellschaften für Kardiologie entwickelt. Wenden Sie sich an die jeweilige nationale Gesellschaft für Kardiologie, um mehr über die Entwicklung von HeartScore® in Ihrem Land zu erfahren, oder besuchen Sie: www.heartscore.com

11/ Ich lebe außerhalb Europas und möchte HeartScore® bei meinen Patienten verwenden. Welches Modell soll ich verwenden?
Die Risikobewertungen im webbasierten Programm basieren auf dem SCORE-Projekt, das ausschließlich Daten aus Europa umfasst. Wenn Sie das webbasierte Programm in Ländern außerhalb der ESC-Mitgliedstaaten nutzen möchten, liegt dies in Ihrem eigenem Ermessen und in Ihrer alleinigen Verantwortung.

12/ Welche Arten von Patienten würden von der Verwendung von HeartScore® profitieren?
HeartScore® wurde für die Primärprävention von kardiovaskulären Erkrankungen entwickelt und kann bei Patientinnen und Patienten zwischen 40 und 65 Jahren angewendet werden, die in Ihre Sprechstunde kommen. Das webbasierte Programm HeartScore® kann in Fällen verwendet werden, in denen Zweifel bestehen, ob bei einem bestimmten Patienten ein hohes Risiko für das Auftreten einer kardiovaskulären Erkrankung besteht. Aber auch wenn der Patient selbst mehr über sein Risikoprofil erfahren möchte und eine Beratung benötigt, was er selbst tun kann, stellt es eine große Hilfe dar.

13/ Ich habe einige Ideen zur Verbesserung von HeartScore®. An wen kann ich mich wenden?
Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Anregungen haben.

14/ Kann HeartScore® zur Sekundärprävention von kardiovaskulären Erkrankungen verwendet werden?
HeartScore® ist ausschließlich für die Primärprävention bestimmt. Das für die Risikobewertung verwendete SCORE-Modell enthält nur Daten von Personen ohne nachgewiesene Erkrankung. Wie jedoch in den europäischen Leitlinien zur Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen definiert, haben Patienten mit etablierter kardiovaskulärer Erkrankung per Definition ein hohes Gesamtrisiko für weitere kardiovaskuläre Ereignisse.

15/ Ich würde HeartScore® gerne bei Patienten verwenden, die an Diabetes leiden; HeartScore® schließt jedoch Diabetes nicht als unabhängigen Risikofaktor ein. Wie kann ich diese Patienten miteinbeziehen?
In den europäischen Leitlinien zur Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen wird eine Risikobewertung von Patienten mit Diabetes nicht empfohlen. Sie haben aufgrund mangelnder Kontrolle ihres Blutzuckerwerts ein hohes Risiko und sollten daher mit maximaler Intensität behandelt werden. HeartScore® verwendet Daten aus der SCORE-Studie, und in dieser Studie war die Definition von Diabetes in den 12 Zentren, die ihre Daten geliefert haben, unterschiedlich. Die SCORE-Gruppe ist dabei, Diabetes in das Modell zu integrieren, aber es wird noch einige Zeit dauern, bis diese Aufgabe abgeschlossen ist.

16/ Ich würde gerne HeartScore® verwenden, bin aber besorgt darüber, dass das Programm keinen Body-Mass-Index als unabhängigen Risikofaktor enthält.
Die Aufnahme des Body-Mass-Index (BMI) in das Modell wurde mehrfach getestet und der BMI erwies sich als sehr schwacher Risikofaktor für die kardiovaskuläre Erkrankung. Außerdem verbessert die Hinzufügung des BMI die Vorhersagefähigkeit des Programms nicht.

17/ Ich habe festgestellt, dass sich die Risikoprognosen in HeartScore® von den veröffentlichten SCORE-Risikodiagrammen unterscheiden.
Wenn Sie HeartScore® mit den veröffentlichten Papierdiagrammen der europäischen Leitlinien zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen vergleichen, werden Sie geringfügige Unterschiede feststellen. Dies ist auf die Verwendung zweier unterschiedlicher statistischer Modelle zurückzuführen. Die veröffentlichten Diagramme verwenden ein Weibull-Modell mit spezifischen Modellen für jedes Geschlecht. HeartScore® verwendet ein Cox-Modell mit dem Geschlecht als Risikofaktor. Wenn Sie sich unsicher im Hinblick auf die Verwendung von HeartScore® sind, sollten Sie die veröffentlichten Papierdiagramme verwenden.

18/ Überlegungen zu den Patienten
Das webbasierte Programm HeartScore® ändert nichts an der Notwendigkeit, die individuellen Gegebenheiten eines Patienten mit der tatsächlichen Risikobelastung zu vergleichen. Befindet sich der Patient in einer Situation, die zu diesem Zeitpunkt größere Veränderungen der Lebensgewohnheiten ausschließt, oder liegen beim Patienten mehrere nicht veränderbare Risikofaktoren vor, sollte das Programm nur nach sorgfältiger Abwägung verwendet werden. Einige Patienten könnten durch eine solche Prognose überfordert werden. Die Prognose basiert nur auf Wahrscheinlichkeiten. Wir wissen nie, bei welchen Patienten die Krankheit durch die Behandlung tatsächlich verhindert wird.

19/ Wie erhalte ich eine Papierversion der neuen Europäischen Leitlinien zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen?
Die Zusammenfassung und der vollständige Text sind im PDF-Format im Abschnitt „Leitlinien“ der ESC-Website verfügbar.

20/ Aus welchen Gründen wurden einige europäische Länder neu als Regionen mit geringem Risiko eingestuft?
Die Tatsache, dass die kardiovaskuläre Mortalität in vielen europäischen Ländern zurückgegangen ist, bedeutet, dass jetzt mehr Länder in die Kategorie mit geringem Risiko fallen. Obwohl jeder Grenzwert willkürlich ist und diskutiert werden kann, basieren die Grenzwerte in diesen Leitlinien auf der Mortalität durch kardiovaskuläre Erkrankungen plus Diabetes im Jahr 2008 bei Personen im Alter von 45–74 Jahren (220/100.000 bei Männern und 160/100.000 bei Frauen). Dieser Grenzwert umfasst 21 Länder. Zum 22. Land (Tschechische Republik) besteht dabei ein erheblicher Abstand. Diese Liste beruht auf den europäischen Ländern, die Mitglieder der ESC sind. Mehrere europäische Länder sind jedoch nicht Mitglied der ESC, weil sie entweder keine nationale Gesellschaft für Kardiologie oder nicht die erforderliche Größe haben. Darüber hinaus hält es die JTF für sinnvoll, auch die Mittelmeerländer zu berücksichtigen, die zwar Mitglieder des ESC sind, aber laut WHO-Terminologie streng genommen nicht zu Europa gehören.

Länder mit sehr hohem Risiko: Einige europäische Länder haben Risikoniveaus, die mehr als doppelt so hoch sind wie die kardiovaskuläre Mortalität von 220/100.000 bei Männern, die zur Definition von Ländern mit geringem Risiko verwendet wurde. Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ist geringer als in Ländern mit geringem Risiko, was auf ein beträchtliches Problem für Frauen hindeutet. Selbst die Hochrisikodiagramme können das Risiko in diesen Ländern unterschätzen. Länder mit einem kardiovaskulären Mortalitätsrisiko von >500/100.000 für Männer und >250/100.000 für Frauen sind in Abbildung 3 aufgeführt. Alle übrigen Länder sind Hochrisikoländer.

21/ In den häufig gestellten Fragen werden meine Fragen nicht beantwortet. Was kann ich tun?
Wenn Sie Fragen zum HeartScore®-Programm haben, die in den häufig gestellten Fragen nicht behandelt werden, kontaktieren Sie uns bitte.